Ich räume und räume und räume. Der Berg in der Diele wird immer größer und ich weiß gar nicht mehr, wo oben und unten ist. Einige Minuten geht das so und ich laufe wirr im Haus herum.

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Irgendwann denke ich, dass das keinen Sinn mehr macht und überlege mir, dass ich Lust habe, etwas abzureißen. Das ist doch mal etwas handfestes und nicht nur so ein Rumsortiere.

Gesagt, getan. Ich gehe in unseren sogenannten „Feuchtgebiete-Raum“ und entschließe mich, die Decke abzureißen. Im Nachhinein muss ich sagen, war das wohl das Beste, was mir überhaupt am Anfang unseres Unterfangens eingefallen ist. Denn dieser Raum hat sich jahrelang mit Wasser vollgesaugt. Genau über diesem Raum nämlich ist das Reetdach am undichtesten. Und genau dieser Raum ist der einzige, der mit Rigips-Platten und Stofffasertapeten verkleidet war; schlecht für nasse Holzbalken. Denn – und das hab ich dann doch schon gelernt – das Holz muss atmen.

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Und irgendwann habe ich auch auf Abreißen keine Lust mehr, da man trotz Atemmaske merkt, dass das hier nicht allzu gut für die Lunge sein kann, und verkrümel mich in den Keller, wo ich eine Schatztruhe gefunden habe. Leider war nur kein Schatz drin.

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Und auch heute denkt man, auch ohne Schatz, dass das Wichtigste doch die Menschen sind, die einem wichtig sind und die Zeit, die man hat, um etwas ganz Tolles zu machen.

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