Und dann war da immer noch ganz viel Aufräumen. Um ehrlich zu sein, machen wir eigentlich nichts anderes seit drei Monaten. Irgendwo reingreifen, irgendwas rausziehen, irgendwas wegschmeißen, behalten, zertreten und wegschmeißen, wieder behalten oder wieder wegschmeißen. Man verliert auch relativ schnell das Gefühl von Ekel – was könnte das weiche Etwas jetzt wieder gewesen sein, wie dick kann ein Teppich aus Spinnennnetzen eigentlich sein oder wie lange lag das jetzt wohl schon hier so rum?

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Zum Glück war da nicht nur Schrott. Viele alte Hefte, Bücher, alte Werkzeuge oder auch die ein oder andere Postkarten haben wir doch finden können. Bei alldem waren wir sehr froh, dass wir Prof. Dr. Torkild Hinrichsen kennen dürfen. Denn der hat uns das ein oder andere Mal besucht und uns viele Tipps und Einschätzungen gegeben.

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Besonders schön war dann doch der eine Tag, an dem sich meine Schuhe vorzeitig verabschiedet haben. So eine 0815-Sohle ist eben doch nichts für alte Bauernhäuser. Aber zum Glück hatten wir Gaffa Tape da und Tati hat noch einen (man hat ja auch nicht zwei Füße) alten rosa Gartenschuh gefunden.

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Tja, am Ende haben wir aber doch alles immer „weggebracht“. Der Recycling-Hof war unser zweites Wohnzimmer.

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