So, nun haben wir uns ja lange nicht mehr gemeldet. Aber endlich schaffen wir es mal wieder, uns ein bisschen Zeit freizuboxen.

Nachdem das Dach fertiggestellt war, ging es dann an die Außenhülle. Was heißt das? Gefache rausklopfen – Gefache nennt man das Mauerwerk zwischen den Fachwerkbalken –, Haus mit Böcken und weiteren Stützen abstützen, verrottete Balken raussägen, durch neue ersetzen, Backsteine, die nach dem Rausklopfen noch zu gebrauchen sind, „sauber puckeln“, die Steine wieder vermauern und die Stützbalken wieder entfernen. Zwischendurch musste noch an einigen Stellen das verbaute Mauerwerk mit vernünftigem Fachwerk ersetzt werden und alle Kinder freuten sich die meiste Zeit über die neuen Abenteuer, die mit jedem weiteren Loch in einer Wand, entstanden.

Das ist kurz erzählt, war aber doch eine immense Arbeit und wir sind stolz auf die Handwerker, die diese Arbeit so bravourös gemeistert haben. Ich weiß noch, wie ein Zimmerer mit einem gigantischen Vorschlaghammer einen Querbalken zwischen zwei Träger geschlagen hat. Ich dachte, der kriegt das da nie rein. Aber nach ein paar Dutzend Schlägen – ich wäre vor Erschöpfung schon gestorben oder so – war er drin. Und ich ganz gerührt. Eine Kunst!